Trainingswaffen – Sicheres Trainieren und Üben
Um den sicheren Umgang mit Handwaffen zu üben, ist es üblich, diverse Traingswaffen zu nutzen.
Im behördlichen Umfeld wird hier gerne zu Manövermunition (Platzpatronen), FX oder UTM (Farbmunition) gegriffen. Diese werden in der Regel aber mit der scharfen Waffe verschossen und sind daher von der Lagerung und Handhabung etwas stärker reglementiert als die unten aufgelisteten Trainingswaffen. Auch kann es sinnvoll sein, sich als Soldat oder Reservist neben dem Dienstgeschehen weiter fit zu halten.
Einige leicht verfügbare Trainings- bzw. Uebwaffen sind folgende:
Blue Guns
Mit diesen Nachbildungen hat man die Möglichkeit Kontaktsituationen im Nahkampf zu trainieren. Sie Dummies aus Hartgummi sind hier auch deutlich weniger gefährlich als z.B. die Alu-Schienen vom Original. Außerdem kann man man mit diesen Nachbildungen recht grob umgehen und es besteht keine Gefahr, dass die Waffe geladen sein könnte.
Im Normalfall kann man keine Ladetätigkeiten durchführen – es gibt aber teils Modelle, bei denen man zumindest das Magazin entnehmen und einsetzen kann (z.B. Atlas Trainings P8).
Geeignet sind sie aber für diverse Nahkampfübungen. Oder für Sachen, bei denen man sich an die Waffe gewöhnen möchte: Häuserkampf-Ausbildung, Märsche, Freifall-Training, Tauchen, Abseilen, ….
Es gibt hier unterschiedliche Modelle und bei einigen kann man sogar die Picatinny-Schienen für Optiken und Anbauteile nutzen.
Bei Blue Guns erkennt man im Normalfall direkt auf den ersten Blick, dass es sich nur um eine Übungswaffe handelt. Bedenkenlos in der Öffentlichkeit führen kann man sie leider dennoch nicht.
Was kann man Trainieren?
– Ladetätigkeiten
~ Force-on-Force
+ Sicherer Umgang mit Schusswaffen
– Störungsbehebung
– Zielschießen
– Zerlegen/Zusammensetzen
– Abzugsverhalten
Schreckschusswaffen
Gas- und Signalwaffen bieten die Möglichkeit sich mit Ladetätigkeiten und Störungen scharfer Waffen ohne größeren Aufwand auseinandersetzen. Auch das Abzugsverhalten und die Funktionsweise sind nahezu identisch. PTB Langwaffen sind aber leider kaum zu finden. Daher liegt hier der Schwerpunkt auf Kurzwaffen.
Man kann die Waffen laden/entladen und hat beim Schuss einen lauen Knall. Die Funktionsweise ist dem Original sehr nah, auch wenn der Rückstoß deutlich weniger ist.
Durch die aus der Mündung austretenden Gase und Schmauch ist ein Sicherheitsabstand notwendig und die Schussabgabe birgt etwas Risiko für Verletzungen. Gehörschutz ist auch ratsam!
Dennoch ein super Mittel, um auf Übungen eine Feinddarstellung zu machen oder im Innenraum Ladetätigkeiten und Störungsdrills zu machen.
Schreckschuss, oder auch PTB Waffen darf man nicht ohne weiteres führen und abfeuern. Dazu bitte das Waffengesetz lesen!
Was kann man Trainieren?
+ Ladetätigkeiten
~ Force-on-Force
+ Sicherer Umgang mit Schusswaffen
+ Störungsbehebung
– Zielschießen
+ Zerlegen/Zusammensetzen
+ Abzugsverhalten
CO²-/Druckluftwaffen (4,5mm)
Diese bieten den Vorteil, dass man durch die hohe Energie und Präzision recht gut Zielschießen machen kann. Auch wenn sie nicht den Rückstoß einer scharfen Waffe haben kann man das Schießen sowie den sicheren Umgang mit Schusswaffen so recht sicher üben. Schutzbrille ist ratsam.
Ladetätigkeiten kommen aber oft nicht an die Originale ran und weichen teils komplett ab. Und wegen der hohen Energie der kleinen Geschosse ist ein Force-on-Force Training keinesfalls ratsam.
Es gibt unterschiedlichste Modelle. Einige mit Stahl-Rundkugeln, andere mit Diabolos.
Zu beachten ist, dass alle CO² Waffen im Normalfall auch Anscheinswaffen sind! Sie sind dazu auch noch freie Waffen, da Mündungsenergie von über 0,5 Joule, welche man nicht ohne weiteres führen und abfeuern darf. Dazu bitte das Waffengesetzt lesen!
Was kann man Trainieren?
~ Ladetätigkeiten
– Force-on-Force
+ Sicherer Umgang mit Schusswaffen
– Störungsbehebung
+ Zielschießen
~ Zerlegen/Zusammensetzen
~ Abzugsverhalten
Airsoftwaffen
Airsoftwaffen sind teilweise schon recht günstig zu bekommen und international weit verbreitet. Gas Blow Back Waffen bieten viele Vorteile, welche Elektrische Waffen nicht bieten. Aber auch einige Nachteile. Hier eine kleine Auflistung einiger Vor- und Nachteile der Systeme im Airsoft-Kontext: (S-)AEG, Gas oder Federdruck? – Kurzgesagt sind die Ladetätigkeiten mit GBB realistischer, aber die Systeme haben andere Schwächen. Für Schieß-Drills und Force-on-Force können S-AEGs hier deutlich komfortabler sein.
In Deutschland hat die Airsoft Szene teilweise keinen sonderlich guten Ruf. Der „Ausbildungsstand“ und die Herangehensweise der Spieler ist sehr unterschiedlich. Auch hier kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Die Waffen bieten meiner Meinung nach eine gute Basis für ein günstiges und recht risikoarmes Training. Es gibt hier ganz viele verschiedene Modelle, die auch oft mit Originalteilen kompatibel sind. Daher lassen sich mit Airsoft sehr realitätsnahe Waffensetups konfigurieren.
Zu beachten ist, dass alle Airsoft Waffen im Normalfall auch Anscheinswaffen sind! Airsoft Waffen mit einer Mündungsenergie von über 0,5 Joule sind dazu auch noch freie Waffen, welche man nicht ohne weiteres führen und abfeuern darf. Dazu bitte das Waffengesetzt lesen!
Was kann man Trainieren?
~ Ladetätigkeiten
+ Force-on-Force
+ Sicherer Umgang mit Schusswaffen
– Störungsbehebung
~ Zielschießen
~ Zerlegen/Zusammensetzen
~ Abzugsverhalten
Magfed Paintball / T4E Markierer
Im Gegensatz zum Airsoft wird hier mit deutlich größeren Kalibern geschossen. Die T4E Modelle sind von der Firma Umarex und verschießen Rundkugeln mit einem Kaliber von .43. Diese größeren Geschosse bieten die Möglichkeit von unterschiedlichen Arten von Munition. Darunter: Farbkugeln, Pfefferkugeln, Kreidekugeln und Gummikugeln. Zudem sind sie von der Energie recht oft hoch angesiedelt. Durch die Farb- und Kreidemunition hat man im Force on Force Training noch mal andere Möglichkeiten. Durch die Fehlende Rotation der Geschosse ist die Präzision aber nur bis ca. 15m noch vertretbar.
Die Ladetätigkeiten sind teils relativ ähnlich zum Original – aber dennoch anders. Sie sind da ungefähr mit GBB Airsoftwaffen vergleichbar.
Zu beachten ist, dass T4E Waffen in der Regel eine Mündungsenergie von über 0,5 Joule aufweisen, und daher freie Waffen sind, welche man nicht ohne weiteres führen und abfeuern darf. Dazu bitte das Waffengesetzt lesen!
Was kann man Trainieren?
~ Ladetätigkeiten
+ Force-on-Force
+ Sicherer Umgang mit Schusswaffen
– Störungsbehebung
– Zielschießen
~ Zerlegen/Zusammensetzen
~ Abzugsverhalten








