TT Modular Medic Combat Pack 18 – Kompakter Rucksack für die taktische Verwundetenversorgung

Dieser Artikel wurde gesponsert von Tasmanian Tiger.

Der Tasmanian Tiger Modular Medic Combat Pack 18 ist eine Neuheit aus dem Jahr 2025 und ich stelle ihn hier in der Farbe Steingrau-Oliv (IRR-Tarnwirkung gemäß TL 8305-0278 bzw. TL 8305-0281, IRR 650 – 1250nm / 10 – 42%) vor. Er ist ein Medic-Rucksack mit ca. 18 Liter Volumen, der mit den drei schnell erreichbaren Außentaschen eine etwas andere Organisation des Inhaltes ermöglicht.

Ich habe den Einsatzrucksack hier eher exemplarisch mit SanMat gefüllt. Keinesfalls erhebe ich hier Anspruch als Vollständigkeit oder Richtigkeit der medizinischen Ausstattung! Ich habe den Medic-Pack mit Augenmerk auf die zu erwartenden Verletzungsmustern in meinem zivilen Bereich zusammengestellt und bin noch nicht ganz fertig.

Maße: 46 x 25 x 17 cm
Gewicht: 1,93kg
Material: 500den Cordura
Volumen: 18 Liter
Rückensystem: Padded Back System

Der Rucksack hat mit seinen drei Außentaschen einen besonders ansprechenden Look. Ausgeliefert wird er mit drei großzügigen Abdeckungen für die Flauschflächen, die sich bei Bedarf auch beschriften lassen würden. 

Alternativ nutzt man die Flauschflächen darunter für eine Kennzeichnung mit Patches.

Seitlich sind Löcher, die man mit beiliegender Shock-Cord ausstatten kann. Hierfür ist eine Pinzette hilfreich.

So lässt sich z.B. tubulares Gurtband anbringen.

Oder man bringt direkt greifbare Tourniquets außen am Rucksack an. Für Einsätze dann natürlich TQs, die nicht so alt sind 😉

Oben befindet sich eine fest integrierte Scherentasche mit Steckschnalle.

Ebenfalls findet sich hier eine Kordelschlaufe, in die sich auch Sporttape einbinden lässt.

Die Länge der Shock-Cord, die die Schere fixiert ist innen per Kordelstopper verstellbar.

Unten ist ein staufach für ein Tragetuch. Ich habe hier ein leichtes Tragetuch untergebracht, das dank der Umhüllung vor Abnutzung geschützt ist. Geschlossen ist das Fach rechts und links mit elastischen Kordelzügen.

Ebenfalls finden sich hier zwei Packriemen, mit der sich das ganze gut fixieren lässt. So könnte man das Tuch auch unabhängig von dem Fach festzurren.

Diese Metall-Schnallen sind besonders robust und greifen ordentlich in das Gurtband rein, um die eingestellte Länge zuverlässig zu halten.

Das Tragesystem

Der Rücken ist aus Cordura. Da man den Rucksack tendenziell über dem Plattenträger trägt, ist hier auch nicht mehr erforderlich.

Im Rücken ist ein flaches Einschubfach, das oben mit Klett verschlossen ist. Darin lassen sich auch die Schultergurte verstecken.

Umlaufend hat der Rucksack insgesamt vier Tragegriffe. Die Tragegriffe an den langen Seiten sind zudem geeignet, um einen Verwundeten auf dem Rucksack sitzend zu tragen. Oben befinden sich zwei kleinere Schlaufen, um den geöffneten Rucksack aufhängen zu können.

Die Schultergurte sind recht schmal geschnitten und innen mit Abstandsgewirk ausgestattet. Einen Brustgurt hat der Rucksack nicht.

Die Schultergurte sind mit Steckschnallen ausgestattet, wodurch der Rucksack sich selbst in ungünstigen Lagen schnell abwerfen lässt.

Oben sind die Schulterträger mit Hakenschnallen verstellbar und abnehmbar. Eine Leiterschnalle sichert die Einstellung zusätzlich.

Unten sind die Schultergurte mit einer Schlaufe genäht und lassen sich so an einem D-Ring einschlaufen oder eben wieder abnehmen. Hier sind auch Durchführungen zum flachen Rückenfach, um die Riemen nur zu verstauen, ohne sie abnehmen zu müssen.

Die drei Außentaschen

Die drei Taschen haben außen jeweils eine Flauschfläche mit Fenster und Schlitzen, um hier Knicklichter als Markierung einzustecken.

Die obere Tasche hab ich mit ein paar Dingen für kritische Blutungen gefüllt. Darunter Druckverband, Tourniquet, Gummihandschuhe und Taschenkarte.

Hier finden sich nach außen hin ein paar Gummischlaufen und nach innen hin etwas Flausch und schmales Gurtband, mit dem sich mit etwas Shock-Cord viel machen lässt.

Das mittlere Fach habe ich nur spärlich ausgestattet. Hier jetzt nur Guedel- und Wendl-Tubus in unterschiedlichen Größen.

Es ist innen so, wie auch das obere Fach ausgestattet.

Das untere Fach unterscheidet sich. Ich habe hier auch nur bisschen Material drin.

Man hat ein offenes Einschubfach und ein mit Klett geschlossenes Fach – jeweils aus transparentem Material. Hier finden auch flache Sachen wie Chest Seal Platz. Auf einem befinden sich einige kleine Gummischlaufen für z.B. Einweg-Rasierer, Stifte etc.

Die Reißverschlüsse sind mit Ziehhilfen ausgestattet. Die von den drei Außentaschen sind mit kleineren Kordeln und das Hauptfach mit längeren Kordeln sowie Schrumpfschlauch ausgestattet.

Das Hauptfach

Der Rucksack faltet sich entlang einer langen Seite auf, wodurch das Material etwas kompakter beisammen liegt. Andere Rucksäcke sind teils sehr lang, wenn sie aufgeklappt sind.

Die Innenraumorganisation ist sehr einfach und die Module lassen sich dank Klettverschluss einfach entnehmen.

Mitgeliefert werden einige Kordelstopper, Shock-Cord, Schnallen, doppelseitiges Klettband und Gurtband für die Anbringung am Plattenträger.

Kunststoff-Panel für Medic-Ausstattung

Das große Tegris-Panel zeichnet sich durch viele Löcher und Schlitze aus.

Mit den mitgelieferten Kordeln lässt sich die medizinische Ausrüstung übersichtlich an dem Panel anbringen. So hab ich hier z.B. Kompressen, Notverbände und Tape.

Hinter dem Panel entsteht ein großes Einschubfach für flache Sachen, wie z.B. eine Ready-Heat Decke.

Mit dem doppelseitigem Klettverschluss kann man auch kleine Klett-Taschen anbringen. Hier hab ich Kleinzeug wie Pinzette, Verbrennung-Gel, Desinfektionstücher und so weiter.

Auf der Rückseite sieht man den Klettverschluss.

Das Panel besteht aus zwei Teilen. So kann man bei Bedarf auch beide einzeln im Rucksack einkletten.

Transparente Innentasche

Diese große Klett-Tasche fällt durch ihre Vorderseite aus Fensterfolie auf. So kann man den Inhalt gut erkennen. Ich habe hier ergänzendes Material untergebracht, wie z.B. Abdeckungen für die Augen, eine FFP2-Maske, Gehörschutz, Dreieckstuch, Pulsoximeter und Rettungsdecken.

Innen hat sie unterschiedlich große Schlaufen aus Gummiband, wo man auch gut Dinge wie eine Blutdruckmanschette und andere sperrige Dinge unterbringen kann.

Innentasche für Infusion

Die Tasche mit der roten Schlaufe ist für Infusionsbesteck gedacht. Je nachdem, wie voll der Rucksack allgemein ist, bekommt man hier gut 0,5-2 Liter Infusionslösung und Zubehör rein. Bei 2l muss man aber schon sehr sehr gut auf der Gegenseite (dem Tegris-Panel) haushalten. Aber 0,5-1 Liter bekommt man gut rein. Außen ist ein graues Klebeband zum Beschriften. Bei der Serienproduktion ist innen wohl nun noch eine kleine Anleitung, dass man die Tasche einfacher wieder in der richtigen Reihenfolge zusammenfaltet.

Wenn man die Tasche öffnet hat man das gesamte Material schön fixiert und dennoch griffbereit vor sich. Hier sieht man paar dünne Kanülen fürs Üben, einen Venenstauer, Infusionsbesteck, Desinfektionstücher und eben das NaCl.

Fazit

Ein gelungener Rucksack, in dem man sein Material ordentlich organisieren kann. Ich bin kein Medic und möchte daher nicht zu viel Wertung hier reinbringen. Bitte schau dir gerne oben die vielzelligen Bilder mit dem Inhalt als Größenreferenz an und beurteile dann selber. Alternativ hat TT auch noch eine Menge andere Medic-Rucksäcke und Optionen für die Innenorganisation im Sortiment. Hier geht es zur medizinischen Ausrüstung von TT.

Besonderes Merkmal
Die drei Außentaschen sind eine Besonderheit, die anderen TCCC-Rucksäcken von TT fehlt – hier lassen sich gut beschriftet unterschiedliche Dinge ordentlich unterbringen und erreichen, ohne den kompletten Rucksack öffnen zu müssen. Also selbst mit angezogenem Rucksack lässt sich dem Buddy leicht sagen: „Gib mir mal XY aus dem mittleren Außenfach, das gelb markiert ist.“.

Einsatzzweck
Der Rucksack ist mit 18 Litern noch recht kompakt und kann so recht einfach im urbanen Umfeld mitgeführt werden. Durch die verstaubaren Tragegurte und die umlaufenden Tragegriffe kann ich ihn mir auch gut als Erste-Hilfe-Rucksack im Fahrzeug vorstellen. Abseits von medizinischen Szenarien probiere ich den Rucksack aktuell auch als Organisationstasche für Seilausrüstung aus.

Anmerkungen
Einen interessanten Ansatz finde ich die Knicklicht-Einschübe zur Kennzeichnung bei eingeschränkter Sicht.

Tasmanian Tiger

Modular Medic Combat Pack 18

Zum Produkt

https://www.youtube.com/watch?v=J-ETU5G_2dw

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