Berghaus Munro II Steingrau – 35 Liter Daypack

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Der Berghaus Munro ist ein Klassiker, den nahezu alle Soldaten kennen sollten. Schon vor einigen Jahren hat Berghaus eine Infrarot-Variante auf den Markt gebracht, damals in der Farbe Cedar. Nun, zeitgemäß angepasst, gibt es das Modell Berghaus Munro II in der Farbe Steingrau-Oliv – natürlich ebenfalls mit infrarotoptimierten Farben. Neben der Farbe hat der Rucksack auch einige kleinere Updates bekommen. So ist er nun nicht mehr aus 1000D Cordura, sondern aus 560d. Zudem sind die Kunststoff-Teile nun auch Oliv und nicht mehr Schwarz.
Aus diesem Grund stelle ich den Rucksack hier in diesem Bericht vollumfänglich vor.

Daten

Volumen: 35 Liter
Material: 560den Cordura
Gewicht: 826g (+114g entnehmbarer Alu-Rahmen)

Der Rucksack

Der Rucksack hat ein Volumen von 35 Litern und besteht in erster Linie aus dem großen, geräumigen Hauptfach. Das Hauptfach wird mit einem Schneefang per Kordelzug verschlossen und ist dadurch in der Höhe etwas variabel.

An den Seiten befinden sich jeweils zwei Kompressionsriemen mit Leiterschnallen. Diese ermöglichen es, den Rucksack etwas zu komprimieren, wenn er nicht ganz voll ist, sodass die Ausrüstung möglichst geräuscharm weiter transportiert werden kann.

Auf der Vorderseite hat der Rucksack vier Leiterschnallen. Über diese lassen sich zusätzliche Kompressions- oder Packriemen anbringen. Zudem ist das Material hier gedoppelt.

Alternativ kann man durch die Schlaufen auch Shockcord einfädeln, die mitgeliefert wird, um beispielsweise eine Jacke oder andere Ausrüstungsgegenstände schnell außen zu verstauen.

Unterhalb befinden sich zwei Schlaufen. Am Boden des Rucksacks findet sich darüber hinaus nichts Weiteres.

Mit den beiden Schlaufen lassen sich Eispickel oder Wanderstöcke befestigen. Klassische Eispickel gehen hier ganz gut – aber auch Eisgeräte passen halbwegs.

Ergänzend zu den Schlaufen finden sich oben zwei abnehmbare Stock-/Eispickelhalter. Diese sind nun auch in Oliv 😉

Der Deckel wird mit zwei 25-mm-Schnallen verschlossen. Das Gurtband ist hier recht lang gehalten, sodass man auch noch Ausrüstung unter das Deckelfach klemmen kann.

Im Deckel befindet sich ein flaches Reißverschlussfach für Kleinteile, die man hier griffbereit unterbringen kann.

Hier findet sich auch ein kleines aber dennoch tolles Detail: Der Zipper-Pull vom YKK Reißverschluss ist nun nicht mehr glänzend. Nun ist er schön matt und farblich passend.

Der Rand des Deckelfachs ist mit einem Gummiband eingefasst – so liegt das Deckelfach bei vollem Rucksack sauber und leicht abdichtend an, wodurch Dreck und Schnee nicht so leicht eindringen können.

Rückensystem

Das Rückensystem ist sehr minimalistisch gehalten und besteht im Grunde einfach nur aus Stoff.

Im Inneren des Hauptfachs kommt man an eine Versteifung aus Aluminium. Diese Versteifung wiegt 114g.

Wenn man den Alu-Rahmen entnimmt, spart man etwas Gewicht und kann den leeren Rucksack einrollen, um ihn kompakt im großen Rucksack mitzuführen. Hier ein Vergleich zu einer 1,5l Nalgene Flasche.

In dem mit Klettverschluss verschlossen Fach befindet sich sich zusätzlich eine fest eingenähte Polsterung aus EVA. Beim Vorgänger konnte man den Schaumstoff entnehmen.

Die Schultergurte sind gepolstert und über Leiterschnallen in der Länge verstellbar.

Auf der Innenseite sind sie mit einem geschlossenen Gewebe ausgestattet.

Mittig zwischen den Schultergurten befindet sich noch ein Tragegriff.

Man kann einen Brustgurt nachrüsten, der separat gekauft werden muss. Ich habe hier einfach einen Brustgurt von einem anderen Berghaus-Modell aus der FLT Serie verwendet.

Der Hüftgurt besteht lediglich aus einem 50 mm breiten Band, das den Rucksack am Rücken hält.

Vorne kommt die bewährte Bergbuckle zum Einsatz, die einseitig verstellbar ist und sich auch mit Handschuhen leicht und schnell öffnen lässt.

Farbe und Infrarot

Gefertigt ist er aus dem leichteren 560den Cordura, das die Bundeswehr TL 8305-0278 bzw. TL 8305-0281 bezüglich der IRR-Tarnwirkung erfüllt. Einen gewissen Schutz vor Nässe bringt die dreifache PU-Beschichtung. Vorher wurde oft das schwerere 1000D Cordura verwendet.

Hier ein Vergleichsfoto zum „Urvater“, den ich auch aus meiner Dienstzeit kenne. Mittig das Modell Munro II in Cedar und rechts nun der neue in Steingrau-Oliv. Der neue ist schön Ton in Ton.

Hier noch von der Rückseite.

Die Farbe passt sehr gut zu UF PRO, aber auch generell zur marktüblichen oder dienstlichen Ausrüstung in Steingrau-Oliv. Hier ein Vergleichsfoto von verschiedenen Steingrau-Oliv-Artikeln zusammen mit dem Berghaus Munro. Rechts und links Bekleidung von UF Pro und oben eine Regenjacke von Carinthia.

Die Infrarotsignatur wurde bei diesem Modell entsprechend angepasst. Hier ein Infrarotfoto – aufgenommen mit einer modifizierten Spiegelreflexkamera ab 720nm. Auf dem Bild zu sehen sind der alte Berghaus Munro, daneben der Munro II in Cedar (IRR) und ganz rechts der neue Munro II in Steingrau-Oliv. Zu erkennen ist, dass der alte Berghaus Munro im Infrarotbereich heller ist und das Gurtband nahezu schwarz wirkt. Nachts mit IR-Beleuchtung ist der Effekt deutlicher. Beim Modell in Cedar ist die Signatur von Cordura und Gurtband harmonischer als bei den beiden anderen Modellen.

Hier noch ein NIR-Foto von der Rückseite.

Hier zusätzlich noch der neue Berghaus Munro II in Steingrau im Vergleich zum originalen Bundeswehr-Flecktarn sowie Multitarn.

Und hier noch im NIR-Bereich.

Fazit

Ich habe den Rucksack nun seit einigen Monaten in Gebrauch. Letztendlich ist er stark vergleichbar mit dem normalen Berghaus Munro beziehungsweise mit dem Munro, wie man ihn kennt. Durch dem Umstieg auf 560den Corduar ist der Einsatzrucksack jedoch nun noch mal leichter geworden. Daher hat er es auch mal bei mir ins Eiskletter-Outfit geschafft.

NIR-Signatur
Die generelle Signatur ist besser als beim ursprünglichen Modell, das ich noch aus meiner Dienstzeit kenne. Das Material entspricht immerhin der TL 8305-0278 und TL 8305-0281 der Bundeswehr. So auf den NIR-Fotos sieht das Vorgängermodell in Cedar jedoch etwas homogener aus.

Tragesystem
Das Tragesystem ist sehr minimalistisch gehalten und nicht besonders aufwendig konstruiert. Ein Vorteil der Wahl des geschlossenen Materials in Kombination mit dem integrierten Schaumstoff ist, dass dieses System wenig Dreck und wenig Feuchtigkeit aufnimmt. Dadurch lässt sich das Rückensystem im Feld leicht reinigen und bleibt auch unter rauen Bedingungen dauerhaft gleichbleibend in seiner Funktion. Der Tragekomfort ist für ein Daypack absolut akzeptabel. Der Hüftgurt übernimmt dabei nicht viel Gewicht auf die Hüfte. Die Schultergurte sind relativ breit ausgeführt.

Packmaß
Bei dem Rucksack ist es sehr praktisch, dass man ohne die Aluminium-Verstärkung das Packmaß auf ein Minimum reduzieren kann. Wenn man ihn also in einem größeren Rucksack mitführt, um ihn später für kleinere Unternehmungen als Daypack zu nutzen, bekommt man ihn gut verstaut unter.

Organisationsmöglichkeiten
Der Rucksack hat mit seinen zwei Fächern natürlich nicht viele Möglichkeiten zur inneren Organisation. Durch das große Hauptfach ergibt sich jedoch eine hohe Flexibilität. So lassen sich auch größere und sperrige Gegenstände wie Seile oder eine Winterjacke problemlos unterbringen. Im Deckelfach hat man zumindest ein Mindestmaß an Organisation, um Kleinteile wie Riegel, ein Erste-Hilfe-Set oder Ähnliches zu verstauen. Für mehr Organisation müssen zusätzliche Innentaschen genutzt werden, die man lose in den Rucksack packt.

Schlussworte
Der Berghaus Munro ist weiterhin – wie gehabt – ein militärischer Klassiker. Er lässt sich vielseitig nutzen und ist auch bei widrigen Wetterbedingungen eine solide Wahl. Das etwas dünnere Material tut der Haltbarkeit meiner Meinung nach keinen großen Abbruch – man spart dadurch aber etwas Gewicht, was meiner Meinung nach ein wirklicher Pluspunkt ist. Mir gefällt auch gut, dass der Reißverschluss-Schieber inkl. Zipper-Pull sowie die Kunststoffteile nun Farbharmonisch sind.
Der Rucksack eignet er sich für Unternehmungen, bei denen die Sortierung des Inhalts nicht an oberster Stelle steht – sei es taktisch aber auch mal beim Wandern oder Klettern. Je weniger Fächer, desto weniger muss man immerhin suchen und bei wechselnder Beladung nicht jedes Mal „Tetris spielen“.

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Berghaus Munro II Steingrau IR

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