Mobile Sicherungsmittel sind Dinge mit denen man während des Kletterns in Rissen und anderen Gesteins-Merkmalen Zwischensicherungen oder Standplätze „bauen“ kann.
Dieser Beitrag soll nur einen kleinen Eindruck in die Basics der mobilen Sicherungsmittel geben. Ein Video zum Thema habe ich ganz unten eingebettet 😉

Klemmkeile – Nuts

Wohl die simpelsten ihrer Art. Sie gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Gut geeignet für vertikale Spalten und Risse, die nach unten hin enger werden.

Friends – Camalot

Aktive Klemmgeräte, die sich mechanisch unter Belastung fester in Spalten und Rissen „festhalten“. Je nach Bauart auch für parallele sowie horizontale Risse geeignet. Lassen sich recht leicht einsetzen und entnehmen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass das Gerät durch Seilbewegung in den Riss ‚läuft‘ und sich dort nicht mehr so einfach entnehmen lässt. Verhindern lässt sich das durch verlängern mit einer Expresse oder durch die Wahl von sogenannten Friends, die bereits verlängerbar sind (Bsp. DMM).

Hexendrics

Hexendrics sind wohl mit die lautesten Dinge, die man am Gurt haben kann. Sie lassen sich auch entweder aktiv oder passiv platzieren. Es handelt sich um „achteckige“ Zylinder aus Aluminium, die man auch in größere Spalten und Risse klemmen kann.

Tricams

Tricams sind recht spezielle Sicherungsmittel, die man zumindest hier in Deutschland nicht oft sieht. Man kann sie mit aktiver oder passiver Klemmwirkung einsetzen. Durch die Bauart klemmen sie sich in aktiver Stellung unter Last fester in den Riss oder Spalt. Sie sind auch für parallele, vertikale und horizontale Risse geeignet.

Felshaken – Pitons

Der Klassiker der mobilen Sicherungsmittel. Finden inzwischen eigentlich nur noch in alpinen Routen Anwendung. Sie sind entweder aus Hart- oder Weichstahl. Zur Sicherung werden sie mit einem Hammer in Risse und Spalten geschlagen. 

Eisschrauben

Eisschrauben finden beim Eisklettern Anwendung. Üblich sind Modelle aus Stahl und/oder Aluminium. Die Schrauben werden in der Regel 90° zur Eisoberfläche oder leicht hängend (10-15°) in das Eis geschraubt. Die Haltekraft ist unter anderem Abhängig von der Qualität des Eises.

Abalokov

Eine Abalokov oder V-Thread hat man, wenn man mit einer Eisschraube so in das Eis bohrt, dass man zwei Bohrungen hat, die sich im inneren des Eises treffen. Hier kann man ein Stück Reepschnur oder das Seil selbst durchfädeln. Das findet hauptsächlich Anwendung beim Abseilen in Mehrseillängen.

Video zum Thema

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