Airsoft als Sport hat es in Deutschland wirklich schwer. Immerhin laufen dort die Leute tendenziell mit militärischer Bekleidung rum und haben täuschend echt aussehende Waffen dabei. 
Nun möchte man meinen, dass es in der taktischen Szene zumindest primär Anklang finden sollte. Aber auch das ist – im Gegensatz zu manchen anderen Ländern – nicht der Fall. Auch von Soldaten werden Airsoftspieler oft belächelt oder gar verachtet. Ich bin der Meinung, dass man aber auch hier nicht verallgemeinern kann und nicht jeder Airsoftspieler gleich ist. Ich kenne auch eine Vielzahl an Airsoftspielern, die Soldaten sind oder waren. Nunja, die einen sammeln Briefmarken oder spielen Schach, die anderen spielen Airsoft oder Paintball. Überall gibt es Freaks und fragwürdige Personen. Aber jemanden aufgrund seines Hobbies zu verurteilen und ihn nur darauf zu beschränken ist gänzlich arm.

Genug zur allgemeinen Lage. Ich spiele schon seit Jahren kein Airsoft mehr. Jedoch möchte ich auf dieser Webseite dennoch einige Informationen bieten. Vor allem im Schwerpunkt auf den tactical Lifestyle und Milsim. Milsim gibt es auch im Paintball Sport, jedoch beschränke ich mich hier auf Milsim mit Softair Waffen.

Aber was ist Milsim?

Der Begriff Milsim bedeutet Military Simulation. Also militärische Simulation – es wird also scheinbar vorgegeben etwas militärisches zu machen oder das, was man macht ist an militärisches Angelehnt. Und hier endet die allgemein gültige Definition auch.
Milsim kann man verschieden auslegen und in der Milsim Szene gibt es auch verschiedene Richtungen. Events, die als Milsim bezeichnet werden können durch die „falschen“ Besucher auch schnell zu einem Speedgame ohne professionellen Anspruch mutieren. Wobei nach meinem Verständnis gerade hier ein wesentlicher Bestandteil an Milsim besteht – Der PROFESSIONELLE Anspruch. 

Aber was ist daran professionell sich mit Plastikkugeln zu beschießen? Mir persönlich ging es in erster Linie nicht um das Beschießen mit Kügelchen. Sondern vielmehr um das Drumherum: Taktik, Vorgehen im Team, Kommunikation, Ausrüstung, …

Aber wie gesagt: Das unterscheidet sich stark von Spieler zu Spieler. Jedoch ist auch nicht bestreitbar, dass man mit Airsoftwaffen recht viel machen kann und Abläuft trainieren und festigen kann. Und das mag auch dienstlich anwendbar sein. Jedoch eben immer die Frage, wie man es selber gestaltet und auslebt. Und schon bin ich beim nächsten Stichpunkt: Selber gestalten.
Im Gegensatz zum geregelten Dienstalltag kann man im Milsim mit Freunden selber bestimmen was man wann und wie macht. Ein Wochenende mal gezielt Abseilen und das allgemeine Vorgehen mit Seil üben? Klar, los geht’s! Selbstbestimmt kann man gezielt das machen, worauf man Lust hat. Und das alles mit dem taktischen Hauch.

Und weshalb? Es macht Spaß, bereitet Freude und bringt Ausgleich zum Alltag. Und das kann auch alles passieren ohne auch nur einen Schuss mit einem „Spielzeug“ abzugeben. Genau aus diesem Grund bin ich mit meinem Team OpA-FW dann auch schon recht früh auf Blue Guns umgestiegen. Diese gelten nicht als Freie Waffen und sind in der Regel auch für Laien als ungefährlich erkennbar. Jedoch rechtlich wohl auch nicht 100% sicher.

Kurzgesagt: Taktische Fähigkeiten selbstbestimmt mit Freunden trainieren.

Verwandt mit diesem Thema ist auch mein Beitrag zum Tactical Lifestyle.
Was ist ‚Tactical Lifestyle‘?