Ich habe mich für die braune Vollleder Variante entschieden. Der Schuh ist auch mit GTX Membran verfügbar. Der Bericht ist größtenteils auf das GTX Model übertragbar.

Stabil aber bequem präsentiert sich der Ancash – die passende Mischung für mehrtägige Trekking-Touren mit viel Gepäck.

 Details

    • Hochgezogener Geröllschutzrand aus Gummi
    • Gezwickte Machart, dadurch wiederbesohlbar
    • Stabiler Schuh, geeignet für das Tragen von schwerem Gepäck
    • Hoher Schaft für mehr Schutz
    • Lederfutter für mehr Komfort
    • Besonders weiches Abrollverhalten
    • Beugefalte an der Ferse
    • Easy Roller: Kugelrollschlaufen aus rostfreiem Metall für leichtgängiges Schnüren
    • Farbe Erde: Terracare Zero® hochwertiges Leder, dessen Gerbung vollständig CO2-kompensiert ist.
    • Klemmhaken für ein schnelles und präzises Schnüren
    • Memory Kunststoffbrandsohle für bessere Formbeständigkeit: kehrt immer wieder in seine Ursprungsform zurück
    • Shock Absorb: Auftrittsdämpfung im Absatzbereich
    • Vibram® Sohle mit starkem Profil
    • Hergestellt in Europa

Gewicht in g (Schuhgröße 7-7.5): 860
Obermaterial: Nubuk gewachst
Sohle: Vibram® Fuora
Sohlen Merkmale: Mittelharte Versteifung Bremsstollen in der Profilmitte PU-Auftrittsdämpfung Abrollunterstützende und stabilisierende Anti-Supinations- und Überpronations-Zonen Damenversion mit größerer Fersensprengung
Futter: Leder
Geschlecht: Herren
Leisten: Normal fit
Schnürsenkellänge: 220 cm, 6 mm

Ursprünglich war der Schuh braun. Um ihn uneingeschränkt im Dienst tragen zu können habe ich ihn geschwärzt. Dazu habe ich schwarzen „Pflegeglanz“ und Sno-Seal Schuhwachs verwendet.

Nähte sind Schwachstellen – Und diese wurden beim Ancash durch den richtigen Schnitt ausgelassen. Der hohe Geröllschutz schützt Schuh und Fuß zuverlässig.

Der Geröllschutz hält auch bei starker Belastung zuverlässig.

Er Schützt das Leder und den Schuh vor scharfen und spitzen Dingen.

Die Schnürung erfolgt im unteren Bereich durch zwei Ösen und 8 Kugelrollschlaufen. Durch die Kugeln laufen die Schnürsenkel einfach und der Zug verteilt sich gleichmäßig.

Der obere Bereich kann unabhängig vom unteren durch zwei Klemmhaken sowie vier Schnürhaken geschnürt werden. Daher kann man den Schuh genau so schnüren, wie man es braucht.

Der Schuh lässt sich gut mit Steigeisen verwenden. Hierbei ist darauf zu achten, dass man nur Steigeisen mit Flex Bindung verwenden kann.

Fazit

Ich habe den Schuh in den verschiedensten Bereichen und jedem Wetter getragen. Da es verschiedene Fußtypen gibt und jeder so seine eigenen Ansprüche an einen Schuh hat, gliedere ich das Fazit in ein paar Unterpunkte auf.

Haltbarkeit
Nach über einem Jahr intensivster Nutzung bei allen Witterungsbedingungen hat der Schuh schon einige Gebrauchsspuren. Von 30°C bis -16°C habe ich den Schuh bis zu 5 Tage am Stück getragen. Er leistet mir immer noch gute Dienste. Die Sohle muss ich wohl bald mal erneuern lassen. Und an den Fußspitzen ist im Inneren eine Schicht des Leders durch die Reibung am großen Zeh durchgescheuert. Dies hat aber noch keinen nennenswerten Auswirkungen.

Geruch
Nach mehrtägigem Gebrauch im zum teils feuchten Zustand hat der Schuh schon so einige verzogene Gesichter erzeugt. Aber mit der Zeit legt sich der Gerucht wieder. Meiner Einschätzung nach ein Vorteil gegenüber Modellen mit Synthetischem Innenfutter.

Dichtigkeit
Bei der richtigen Pflege ist der Schutz vor Nässe immer gegeben. Hierzu empfehle ich Sno-Seal Schuhwachs. Dies schränkt zwar die Atmungsaktivität des Materials ein. Der Schuh atmet aber weiterhin zum Großteil über den Schaft. WICHTIG! Das Innenfutter wird aber auch durch Schweis nass und trocknet nur langsam. Im Winter darf man morgens also gerne mal in den Tiefgefrorenen Schuh steigen.

Steifigkeit
Der Schuh hat ein gute Stützeigenschaften und ist recht steif. Ich empfehle ihn für Touren mit viel Gepäck (20kg+) in schwerem und/oder unebenem Gelände. Wer viel auf befestigen Wegen oder Straßen unterwegs, dem empfehle ich einen etwas sportlicheren Schuh. Besonders wer bei IGF Märschen oder 7.000ern gute Zeiten erzielen möchte.

Schlusswort
Alles in Allem lässt sich sagen, dass der HanWag Ancash ein Schuh mit einem breiten Einsatzspektrum ist. Von Märschen Flachland bis hin zu Touren mit Schneeschuhen oder Steigeisen war ich mit dem Ancash immer gut beraten. Einen richtigen alpinen Bergschuh ersetzt er aber natürlich nicht.
Für den normalen Dienst eines Infanteristen empfehle ich aber eher einen weicheren Schuh. HanWag hat gleichbleibende Qualität und einige andere Modelle zur Auswahl. Und das sogar in Schwarz.

Ancash

HanWag

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