Pulverschnee im Vorarlberg

Dieser Bericht enthält Produktplatzierungen.

Bevor das Jahr 2018 zu Ende ist war ich mal wieder im Lechquellgebirge unterwegs.

Dauer: 3 Tage / 2 Nächte
Gepäck: 25kg Rucksack + Pulka + Ski
Zusatzausrüstung: Ski, Pulka
Schwerpunkte: Carinthia Ultra Shirt, Carinthia G250
Temperatur Draußen/im Zelt: 1. Nacht: -6°C/-4°C, 2. Nacht: -17°C/-12°C

Tag 1

Morgens bin ich aus Tübingen losgefahren. Dann war ich nach ca. 4 Stunden Fahrt im verschneiten Lech. In Zug durfte ich bei einem Anwohner parken mit dem ich mich durch Zufall unterhalten hatte. So konnte ich direkt von Zug aus mit Ski an den Füßen das Tal hinter Richtung Formarinsee laufen. Die Temperatur lag bei ca. -4°C.

Wegen des starken Schneefalls bin ich noch aus dem bewaldeten Gebiet heraus gelaufen. Immerhin können Bäume unter Schneelast brechen. Auch wenn das bei den „abgehärteten“ Bäumen hier eher unwahrscheinlich ist. Das Zelt habe ich zum ersten Mal bei diesem Wetter genutzt. Mir war bewusst, dass das Netzinnenzelt bei der Kälte nicht gerade von Vorteil sein wird. Aber immerhin möchte ich das Zelt testen um einen aussagekräftigen Bericht schreiben zu können. Also habe ich mich auf einer Lawinensicheren Freifläche durch den lockeren Pulverschnee gegraben und dann auf festerem Schnee das Zelt aufgebaut.

Tag 2

Nachts sank die Temperatur auf -7°C. Im Zelt lag die Temperatur bei +2°C beim Einrichten und bei geringer Aktivität. Im Schlaf fiel sie dann auf bis zu -4°C. Der Wind machte dem Zelt ordentlich zu schaffen. Wie man schon auf dem oberen Bild erkennen kann, kam auch Schnee unter des Außenzelt.

Den zweiten Tag habe ich dann hauptsächlich zum Bilder machen genutzt. Ebenfalls habe ich die neuen Ski etwas ausprobiert um mich an die breiteren Ski zu gewöhnen und mehr Sicherheit zu gewinnen. Hierzu habe ich meinen Thule Stir 18 Daypack genutzt. In ihm hatte ich die Felle, eine Jacke und etwas zu Trinken.

Meine neuen Ski sind Fischer Big Stix 100. Diese sind Free Ride Ski mit einer Breite von 100mm unter der Bindung. Durch die größere Fläche sinke ich im Schnee weniger ein. Immerhin komme ich durch mein Eigengewicht von 94kg dann mit Rucksack auf bis zu ca. 130kg. Hierfür sind die Ski nicht entworfen. Aber bei dem Gewicht fährt man auch nicht klassisch Ski. Ich nutze die Ski eher als eine Art Schneeschuh-Ersatz.

Am Nachmittag habe ich dann zwischen Bäumen mein Lager für die zweite Nacht aufgeschlagen. Hier habe ich wieder mit der Schaufel den Pulverschnee entfernt und mich ca. 40cm eingegraben. Ich habe mich hier wegen dem Wind für die Lage zwischen den Bäumen entschieden.

An dieser Stelle habe ich dann noch ein Video gemacht, Schnee geschmolzen und Bilder gemacht. Danach habe ich mein Zelt eingeräumt. Als Schlafsack habe ich den Carinthia G250 genutzt.

Isomatte ist die Synmat 7 von Exped. Diese ist eine aufblasbare Isomatte mit guter Isolationswirkung. 

Tag 3

In der Nacht fielen die Temperaturen auf -17°C. Im Zelt lag die Temperatur bei -4°C bis -12°C. Der Platz war deutlich windgeschützter. Daher stand das Zelt gut und ich konnte gut schlafen. Morgens habe ich mir wieder Schnee geschmolzen und heißes Wasser in eine Nalgene Flasche gefüllt um meine eiskalten Schuhe vorzuwärmen. Als Kocher habe ich den Optimus Polaris genutzt. Dieser Benzinkocher funktioniert auch bei Minusgraden zuverlässig.

Das Zelt war alleine schon wegen dem Schutz vor dem recht leichten Wind Gold wert. Als dicke Isolationsjacke habe ich die Carinthia MIG in Multicam Alpine getragen.

Meine Schuhe für diese Tour waren Hanwag Zentauri GTX. Diese Kategorie D Stiefel kann ich mit meiner Silvretta 404 Bindung an meinen Tourenski nutzen.

Nachdem ich die Sachen zusammengepackt hatte, habe ich noch einige Fotos gemacht und mich warm gelaufen. Danach ging es wieder Richtung Auto.

Auf dem Weg zurück fiel die Temperatur auf knapp -19°C. In Bewegung trug ich das recht dünne Ultra Shirt, das mich zuverlässig vor dem Auskühlen schützte.

Da der Pulka im tiefen Schnee teils für unnötig viel Reibung sorgte, habe ich teils Rucksack mit Pulka auf dem Rücken getragen. Alternativ konnte ich durch breiteres Aufsetzen der Ski eine breitere Spur machen, in der der Pulka nicht mehr großartig einsinken kann.

Zurück am Auto musste ich mein Auto erst mal freischaufeln und Eis kratzen. Währenddessen trank ich einen Energy-Drink und konnte dann gut motiviert zu meiner Freundin fahren.

Schlusswort

Die Tour war recht gemütlich und eigentlich nichts Großartiges. Es war aber schön mal wieder draußen zu sein und vor allem auch die neuen Ski auszuprobieren.
Ebenfalls habe ich neue Erfahrungen mit Ausrüstungsgegenständen gesammelt, die ich in die entsprechenden Testberichte mich einfließen lassen kann.
Das Zelt teste ich weiterhin. Werde es aber nicht mehr bei Schnee oder Wind mitnehmen.

Ausrüstung

Da ich jetzt schon einiges an Fragen zur Ausrüstung bekommen habe, hier eine Auflistung mit Links zu den Testberichten, die ich geschrieben habe 😉

 Bekleidung:

 Camp:

 Weiteres: