Klettern am Stuhlfels, Donautal

Der Stuhlfels bei Hausen im Tal ist ein beliebter Kletterfelsen im Donautal. Er ist einfach zu erreichen und hat neben Routen für Anfänger auch schwierigere Routen. Wir haben uns dieses mal für eine III. entschieden. Der Normalweg ist eine Mehrseillängen Route, die recht einfach ist. Die ersten 2/3 der Route waren uns vom Klettern her sogar etwas zu einfach. Der Anfang gleicht eher einem Steig. Ab der Hälfte wird die Kletterei jedoch etwas ausgesetzter und macht Spaß.

Wie auch schon letzes mal sind wir am Tag zuvor abends angereist und haben uns auf dem Campingplatz Wagenburg in Hausen eingerichtet. Hierzu musste mein Hilleberg Unna herhalten.

Bei den sommerlichen Temperaturen haben wir einen Carinthia G145 mi einem G90 gekoppelt.

Route Normalweg

Ich bin im Vorstieg geklettert und habe meine Freundin im Nachstieg gesichert. Das Sicherungsgerät war das Edelrid Mega Jul. Hier zu sehen ist es im Nachstieg-Modus mit einem Bruce Steel Karabiner und einem Bulletproof Karabiner von Edelrid. Dieser hat eine Stahleinlage und ist somit langlebiger und wird nicht durch das Stahl des Sicherungsgerätes abgenutzt. Zum Bau der Standplätze habe ich die verstellbare Standplatzschlinge von Edelrid genutzt. Da hier die Standplätze jeweils nur einen Haken hatten, habe ich diesen immer durch einen Klemmkeil hintersichert.

Ich habe mich dieses Mal für die Verwendung von zwei 60m Halbseilen entschieden, um den sicheren Umgang mit Halbseilen zu üben. Ein 40m Einfachseil hätte hier durch die kurzen Seillängen sicherlich auch vollkommen ausgereicht. Hier ist gut zu erkennen, wie verwachsen die ersten Seillängen sind.

Die Topo haben wir aus dem Donautal Kletterführer vom Panico Alpinverlag.  Der Einstieg ist recht verwachsen aber dennoch recht einfach zu finden. Den Kletterführer hatte ich während des Kletterns in meinem Ultralight Stuff Pack von Osprey. Am einem Standplatz mussten wir kurz ins das Buch schauen, um nicht in die falsche Route einzusteigen.

Weiter oben wurde es nun etwas ausgesetzter. Dieser recht ausgesetzte Standplatz ist eine recht Gelegenheit um den Umgang mit den Seilen zu trainieren. Das legen der Schlingen hatte meine Freundin vorher so noch nicht angewendet.

Hier gut zu erkennen sind die Selbstsicherungsschlingen. Ich nutze hierzu aktuell eine Daisy Chain von Grivel. Diese besteht aus mehreren vernähten Rundschlingen, die alle mit 22kN belastet werden können. Die Länge der Schlinge kann ich am Karabiner oder zwischendurch mit einem kleinen Schnapper einstellen. Das Seil haben wir in diesem Fall noch mal neu aufgeschlossen, da es leider etwas verdreht war.

Nach der letzten Seillänge waren wir am Gipfel angekommen. Nun war es inzwischen Mittag und es waren einige Seilschaften am Felsen. Ich habe den ganzen Tag ein Long Sleeve Merino Shirt von Armadillo Merino getragen. Dieses recht dünne Shirt hat mich zuverlässig vorm Auskühlen und vor der Sonne geschützt. Es war trotz der Wärme überraschend angenehm.

Zu guter letzt ging es über die Abseilpiste wieder runter zum Einstieg. Die Abseilstecke betrug knapp 40m. Hier gut zu erkennen sind meine Schuhe und meine Hose.

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