Drei Nächte im Lechquellgebirge

Ich bin zurück von meiner „4-tägigen“ Tour im Lechquellgebirge. Natürlich wird es auch wieder einen Adventure Vlog zu dieser Tour geben. Aber vorweg und ergänzend gibt es diesen schriftlichen Bericht zur Tour.

Start: Mi 2100
Ende: Sa 1700
Strecke: ca. 24km
Wetter: stark wechselhaft, primär leicht bedeckt
Gepäck: 39kg Rucksack + Pulka

 Schwerpunkte:

  • MYOG Rucksack
  • Katadyn Be Free Filter
  • Optimus Polaris Optifuel
  • Hilleberg Unna Einmannzelt
  • Garmin Fenix3 
  • Helikon-Tex Wolfhound Jacket
  • Helikon-Tex Outdoor Tacitcal Pants

Ich habe mich dazu entschlossen diesen Tourbericht etwas anders als die vorangegangenen zu gliedern. Dieses mal habe ich ihn den Tagen nach aufgeteilt.

Vorbereitung

Der Wetterbericht hat wenig Sonne, viele Wolken und Regen vorhergesagt. Daher habe ich mich entschieden wieder dort unterwegs zu sein, wo ich mich auskenne. Im schönen Vorarlberg. Die Webcam am Spullersee hat mir wieder eine grobe Ahnung gegeben, die das Wetter und die Schneelage ist. 
Ich wollte diesmal aber eine etwas andere Route ausprobieren. Daher habe ich mir einen Track auf meine Garmin Fenix3 geladen. Bei diesem war mir schon bewusst, dass ich einen Abschnitt der Route dann vor Ort auf Gangbarkeit beurteilen muss.
Dann habe ich wie gewohnt gepackt. Aber da ich diesmal vier Nächte bleiben wollte, habe ich Essen für 5 Tage und neben Powerbanks und Ersatzakkus auch ein Solarpanel mitgenommen. Wegen des vermutlich schwierigen Stücks musste auch eine recht minimalistische Kletterausrüstung bestehend aus Halbseil, ein paar Karabinern, Tube und Reepschnut mit. So kam ich schnell auf knapp über 40kg ohne Pulka. Ich habe dann noch mal alles ausgepackt (und davon das folgende Video gemacht) und dann einige Sachen raus geworfen und neu gepackt.

 

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Durch die paar gesparten kg war der Rucksack nun etwas leichter. Und schon konnte es losgehen. 

Tag 1

Nach einer mehrstündigen Autofahrt bin ich am Mittwoch den 10. Mai um 2100 im schönen Zug(Lech, Österreich) gestartet. Dass die ersten paar km kein Schnee liegen wird und ich meinen Pulka daher tragen musste konnte ich mir denken. Aber auch weiter oben war die Straße frei von Eis und Schnee. Daher kam ich mit dem Gepäck nur langsam voran. Gegen 2330 habe ich mich dann im bewaldeten Bereich niedergelassen, gekocht und geschlafen.

Tag 2

Nach einer gehörigen Mütze Schlaf habe ich gefrühstückt, meine Sachen zusammengepackt und bin weiter.

Das langgezogene Tal hat eine nur recht mäßige Steigung. Die Straße war leider vollkommen frei von Schnee. Der Winterwanderweg, der teils noch mit Schnee bedeckt war, ist für ein Pulka aber zu unwegsam gewesen. Unterwegs habe ich dann mit meinem Optimus Polaris Optifuel mein Essen machen können (hier findest du Kocher und Essen).

Da ich hier noch nah am Bachlauf war, hatte ich nur wenig Wasser im Rucksack. Eine ausreichende Wasserzufuhr konnte ich durch die Verwendung des Katadyn Be Free Filters gewährleisten. Dieser leichte und kompakte Filter war immer schnell zur Hand.

Bevor ich dann auf den schneebedeckten Wanderweg wechselte habe ich meine Wasserreserven aufgefüllt. Ich hatte dann 3 Liter am Mann. Nach einem fordernden Aufstieg und der improvisierten Reparatur meiner Schneeschuhe kam ich erschöpft an meinem Lagerplatz für die Nacht an. 

 

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Jetzt fiel mir auch wieder auf wie schön so ein Zelt sein kann. Vorher hatte ich fast immer im kleinen Observer von Summit geschlafen. Hier habe ich meine Wasserreserven durch das Schmelzen und Filtern von Schnee wieder aufgefüllt. Hierzu habe ich den Katadyn Basecamp Filter verwendet. Mit einem ausgiebigen Abendessen habe ich den Abend im Funkloch ausklingen lassen.

Tag 3

Nach einem intensiven und ausgiebigem Schlaf habe ich beim Frühstück die Aussicht auf die Rote Wand genossen.

In meinem Adventure Vlog gehe ich an dieser Stelle kurz auf meine selber zusammengestellten Tagesrationen ein, die ich mir für jeden Tag gepackt hatte. Ich war bemüht für jeden Tag mindestens 3.000kcal zu haben. Den Gehalt an Kohlenhydraten habe ich grob an die Steigung und der damit verbundenen Anstrengung angepasst. Besonders gut gefallen hat mit mein Müsli im Zipper Beutel. Für dieses habe ich vollwertiges Müsli von Seitenbacher mit Vollmilchpulver von Trek’n’Eat gemischt.

Da ein Pulka beim Aufstieg kontinuierlich nach hinten zieht und beim queren von Hängen gerne mal kippt, habe ich den Rucksack so angebracht, dass ich das komplette Paket tragen kann. Für mein Pulka war das übrigens wohl die letzte Tour …

Als ich an einer Schlüsselposition(T-Kreuzung) angekommen war, musste ich nun das „schwierige Stück“ der Strecke richtig bewerten. Da der Weg nicht zu erkennen war musste ich den Weg anhand Karte, Kompass, Azimut und Blick ins Gelände beurteilen. Da schon beim Aufstieg mehrere kleine „Lawinen“ von den Hängen kamen, musste ich mich dazu entscheiden meine Route hier zu beenden. Eine wirkliche Alternativroute gab es nicht. 

Kurzerhand entschloss ich mich die Zeit weiter zum Aufladen meiner elektronischen Geräte zu nutzen und mir einen gemütlichen Abend zu machen. Glücklicher Weise war ich inzwischen wieder aus dem Funkloch raus.

Die Sonnenenergie hat sich auch anderweitig bemerkbar gemacht. Die Idee ab und an ohne Shirt zu laufen ohne mich vollständig mit Sonnencreme einzucremen war wohl nicht die beste …

Ich nutze die Zeit des Abends um den Muskeln etwas Ruhe zu gönnen, ausgiebig zu essen und ein paar Bilder für Berichte zu machen. Unter anderem auch Bilder von der Helikon-Tex Wolfhound Jacke, die ich aktuell im Test habe.

Ebenfalls habe nun durch Schmelzen, Filtern und abkochen von Schnee wieder Trinkwasser generiert. Mit diesem habe ich Essen zubereitet und mich gewaschen. Hierfür habe ich wieder den Optimus Polaris Kocher mit Optimus Terra Topf verwendet.

Mein Zelt habe ich an genau dem richtigen Platz aufgeschlagen. Gut zu erkennen ist auch das wechselhafte Wetter.

Tag 4

Nachdem ich ausgeschlafen, gegessen und ein paar Videos gemacht hatte, packte ich zusammen und machte mich auf den Rückweg. Den Pulka hatte ich nun so beladen, dass ich mich zur Abfahrt mit auf das gute Stück setzen kann. 

Als ich dann wieder auf der geräumten Straße ankam habe ich mein Pulka dennoch mit Rucksack beladen über den Asphalt gezogen. Aus dem einfachen Grund, dass das Ding inzwischen eh schon durch war. Daher gab ich ihm nun den Rest. Die letzten 7km musste ich meinen Rucksack aber wieder Tragen.
Um 1700 kam ich am Auto an. Von dort an ging es direkt zu meiner Freundin.

Wieder gemerkt …

Auf meinen Touren werden mir immer wieder einige Sachen bewusst. In diesem Fall unter anderem Folgende:

  • Lawinen können auch von kleinen Gämsen ausgelöst werden! (beobachtet)
  • Karte und Kompass sind sehr wichtig! (Verlauf des Weges bestimmt)
  • Schnur und Messer sind sehr wichtig! (Schneeschuhe repariert)
  • ….

Ich habe ca. 80 GB an Video- und Bildmaterial mit meiner GoPro Hero5 und meiner Canon gesammelt. Dieses werde ich alsbald möglich anfangen zu sondieren und zu einem Adventure Vlog zusammenzufügen.

Packliste

 Bekleidung

– Helikon-Tex Outdoor Tactical Pant
– Helikon-Tex Wolfhound Jacket
Arc’teryx Rho LTW Beanie
– Arc’teryx Rho LTW Neck Gaiter
Arc’teryx Escapa Cap
Woolpower Polo 200g
Woolpower Socken
– Arc’teryx Acrux AR Stiefel
– Arc’teryx Alpha SV Gloves
Black Diamond Liquid Point Jacket
– Black Diamond Liquid Point Pants

 Ausrüstung

– MYOG Rucksack
Osprey UL Stuff Pack
Zentauron Hüfttasche Taktisch
– Hilleberg Unna
– Therm-A-Rest Ridgerest
– Carinthia Defence 4

Arc’teryx LEAF E220 Harness
Inook OXM Schneeschuhe
– Petzl Sarken Steigeisen
– Edelrid Apus 7,9mm Halbseil
– Black Diamond ATC Guide
– Petzl GriGri+
– Prusikschlingen, Reepschnur

 Weiteres

– Canon EOS 70D
– GoPro Hero5 Black
– Sunnybag LEAF+
– Sunnybag Powerbank
– Denver Powerbank
Lampe Streamlight Sidewinder CII

– Optimus Polaris Optifuel
– Optimus Terra Topf
– Katadyn Be Free Filter
– Klean Kanteen
Nalgene Everyday Flasche

– Trek’N’Eat Mahlzeiten
– Energy Cake